"Stuber - 5 Sterne Undercover"
Filmbewertung: überzeugend
Starttermin: 22.08.2019
Regisseur: Michael Dowse
Schauspieler: Dave Bautista, Kumail Nanjiani, Karen Gillan
Entstehungszeitraum: 2019
Land: USA
Freigabealter: 12
Verleih: 20th Century Fox of Germany
Laufzeit: 94 Min.
Dave Bautista im Interview
Dave Bautista im Interview
"Wenn ich jemanden nicht ausstehen kann, merkt er das sofort"
"Stuber: 5 Sterne undercover" erzählt die Geschichte des sanftmütigen Uber-Fahrers Stu (Kumail Najiani), dessen perfekte 5-Sterne-Bewertung in Gefahr gerät, als ihn der rabiate Cop Vic (Dave Bautista) mitten in eine rasante Verfolgungsjagd nach einem brutalen Killer hineinzieht. Eine actiongeladene Komödie (Kinostart: 22. August), bei der vor allem Hauptdarsteller Dave Bautista jede Menge Humor beweist. Der sechsfache Wrestling-Weltmeister, der unter dem Kampfnamen "Bautista" in den Ring trat, mischt schon lange in Hollywood mit, war aber bisher eher für Rollen wie die des Bond-Bösewichts Mr. Hinx in "Spectre" oder "Drax der Zerstörer" in "Guardians of the Galaxy" bekannt. Nun erleben ihn die Kinogänger von einer ganz anderen Seite. "Die Leute glauben immer, dass meine Persönlichkeit der meines Wrestling-Charakters entspricht, doch das stimmt nicht. Ich habe Humor", stellt der 49-Jährige im Interview in Los Angeles klar.

Weser-Kurier: Dave Bautista, in "Stuber" zeigen Sie sich erstmals von Ihrer humorvollen Seite. Würden Sie sich selbst als lustig bezeichnen?

Dave Bautista: Ich möchte von mir behaupten, dass ich einen guten Sinn für Humor habe. Aber wenn ich etwas Lustiges erzählen oder gar einen Witz reißen möchte, dann komme ich oft etwas trocken und monoton rüber. Ich finde Humor toll, und ich lache auch viel. Und wenn ich lache, lachen die Leute mit mir. Aber ich glaube, sie tun das eher wegen meiner etwas seltsamen Lache und nicht, weil ich lustig bin (lacht).

Weser-Kurier: Was ist das größte Vorurteil, das die Leute von Ihnen haben?

Bautista: Ich glaube, viele Leute denken, dass meine Persönlichkeit der meines Wrestling-Charakters entspricht. Aber das stimmt nicht. Für mich war "Batista" nur eine weitere Rolle.

Weser-Kurier: In "Stuber - 5 Sterne Undercover" will Ihr Uber-Fahrer Stu seine 5-Sterne-Bewertung unter keinen Umständen aufs Spiel setzen. Welche Qualitäten haben Sie, in denen Sie sich fünf Sterne geben würden?

Bautista: Ich weiß nicht, ob ich überhaupt eine Qualität habe, in der ich mir fünf Sterne geben würde. Nein, stimmt nicht. Ich bin ein toller Gastgeber und lade Familie und Freunde gerne zum Essen ein.

Weser-Kurier: Also sind Sie ein 5-Sterne Koch?

Bautista: (lacht) Das würde ich jetzt nicht unbedingt behaupten. Ich liebe es zu kochen, und mein Essen ist auch genießbar, aber ich bin sicherlich kein Gourmet-Koch. Dafür bin ich ein toller Gastgeber. Ich kümmere mich um alle Gäste immer ganz ausgiebig. Das liegt wahrscheinlich an meiner griechischen Abstammung. Dafür nehme ich die fünf Sterne (grinst).

Weser-Kurier: Ihr Charakter Vic versteckt seine sanfte Seite hinter seinem muskulösen und durchtrainierten Körper. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Bautista: Ich bin das komplette Gegenteil. Ich sage immer genau das, was ich denke. Auch wenn ich jemanden nicht ausstehen kann, merkt diese Person das sofort - das kann und möchte ich nicht verstecken.

"Ich sehe immer zuerst das Gute in einem Menschen"

Weser-Kurier: Passiert das oft?

Bautista: Nein. Ich sehe immer zuerst das Gute in einem Menschen. Wenn ich jemanden aus meinem Leben verbanne, dann aus einem bestimmten Grund. Und wenn ich mich einmal dazu entschieden habe, gibt es auch keinen Weg mehr zurück.

Weser-Kurier: Ihre Filmtochter wünscht sich in "Stuber", dass Sie sich mehr Zeit für sie nehmen. Sie selbst haben zwei Töchter ...

Bautista: Ich gebe zu, dass mir am Anfang meiner Wrestling-Karriere nicht mehr viel Zeit für etwas anderes blieb. Ich habe diesen Vorwurf auch des Öfteren von meinen Töchtern gehört. Aber das soll nicht bedeuten, dass ich mich nicht um sie gekümmert habe. Ganz im Gegenteil: Ich habe sie täglich mindestens drei- oder viermal angerufen. Auch wenn sie nicht mit mir sprechen wollten, zwang ich ihnen ein Gespräch auf (lacht). Teenager-Mädchen wollen nicht mit ihrem Papa reden, sondern sich, wenn überhaupt, mit ihrer Mutter über Jungs unterhalten. Doch ich bestand immer darauf, dass sie mir erzählen, was in ihrem Leben passiert.

Weser-Kurier: Sie sind dieses Jahr 50 geworden. Welches Ziel hatten Sie sich dafür gesetzt?

Bautista: Ich wollte noch einmal bei der WrestleMania kämpfen - das habe ich mir erfüllt. Aber ich wollte auch professioneller Boxer werden, und das habe ich leider nicht mehr geschafft. Jetzt bin ich zu alt dafür (lacht).

Weser-Kurier: Wieso Boxen?

Bautista: Weil ich es liebe und mich gerne als Profi-Boxer bezeichnen würde.

Weser-Kurier: Ihr Gesicht würde dann allerdings bei jedem Kampf leiden ...

Bautista: Bingo! Genau das ist der Grund, wieso ich auf diesen Titel verzichten werde. Ich habe mich in die Schauspielerei verliebt und werde ihr jetzt auch erstmal treu bleiben!

Von Rachel Kasuch
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