Von "Spider-Man" bis "Deadpool": So geht's mit den Marvel-Helden im Kino weiter
Ein Fingerschnippen des irren Titanen Thanos besiegelte das Ende für die Hälfte aller Lebewesen im Universum - und machte den Weg frei für einen der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten: "Avengers: Endgame" (2019) spielte an den Kinokassen rund 2,8 Milliarden Dollar ein und krönte damit eine einzigartige Reihe, die 2008 mit "Iron Man" begann und bislang 24 Superhelden-Filme umfasst. Nicht wenige davon knackten die Milliarden-Grenze. "Black Widow" läutete Anfang Juli Phase vier im "Marvel Cinematic Universe" (MCU) ein, "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" (seit Donnerstag im Kino) setzt es derzeit fort. Doch wie geht's weiter? Unser Überblick schafft Klarheit.

Eternals (3. November)

Angelina Jolie, Selma Hayek, Richard Madden, Kit Harington und viele weitere Stars gehen unter die Superhelden - beziehungsweise Superschurken. Der für 3. November geplante Film "Eternals" der in Peking geborenen Regisseurin Chloé Zhao (sie gewann im April zwei Oscars für "Nomadland") erzählt eine Geschichte über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren. Die Eternals und ihre Widersacher sind fast gottgleiche Weisen.

Spider-Man: No Way Home (16. Dezember)

In "Far From Home", dem letzten "Spider-Man"-Film, wurde die Identität des Spinnenmannes enthüllt - seitdem wusste die ganze Welt, dass unter der Superheldenmaske Peter Parker steckt. In der Fortsetzung "Spider-Man: No Way Home" (Kinostart: 16. Dezember) hadert Peter (Tom Holland) nun mit seiner unfreiwilligen Berühmtheit. Und er sucht sich prominente Hilfe, um das Rad der Zeit zurückzudrehen und wieder im Schatten der Anonymität seine Heldentaten zu vollbringen: Doctor Strange soll alles ungeschehen machen - sorgt dabei allerdings für eine Katastrophe.

Morbius (27. Januar 2022)

Apropos "Spider-Man": Marvel-Fans kennen die Figur des Morbius bereits aus den "Spider-Man"-Comics. Nun bekommt der Gegenspieler des Spinnenmanns seinen eigenen Film - auch wenn der nur bedingt mit dem MCU zu tun haben wird. In "Morbius" (27. Januar 2022) schlüpft Jared Leto in die Rolle des Antihelden, der sich zu einer Art Vampir entwickelt, nachdem bei der Suche nach einem Heilmittel für seine seltene Blutkrankheit etwas ziemlich schiefgegangen ist.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness (24. März 2022)

Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) war es, der den einzig möglichen Weg zum Sieg über den irren Titanen Thanos in "Avengers: Endgame" erkannt hatte. Der Meister der Zeit und der vielen Realitäten soll im März 2022 auf die Kinoleinwand zurückkehren. Viel ist über die Story von "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" nicht bekannt. Allerdings wird Wanda Maximoff ("Wandavision", Elizabeth Olsen) eine tragende Rolle im "Multiversum des Wahnsinns" zuteil.

Thor: Love and Thunder (5. Mai 2022)

In "Thor: Love and Thunder" (Mai 2022) reicht der in "Endgame" etwas außer Form geratene Donnergott (Chris Hemsworth) den Staffelstab beziehungsweise Hammer, Axt und Verantwortung weiter - und zwar an Jane Foster, gespielt von Natalie Portman. Taika Waititi wird abermals Regie führen. Christian Bale wiederum übernimmt die Rolle des Comic-Bösewichts Gorr, der Gott-Schlächter.

The Marvels (10. November 2022)

"Captain Marvel", der erste Superhelden-Film mit weiblichem Hero, spielte weltweit über eine Milliarde Dollar ein - und wird im November 2022 seine Fortsetzung erfahren. Über die Story von "The Marvels" ist wenig bekannt - außer dass die Überheldin (Brie Larson) wohl auf ein junges Nachwuchstalent treffen wird: Kamala Khan alias Ms. Marvel (Iman Vellani). Auf dem Regiestuhl nimmt Nia DaCosta ("Candyman") Platz.

Black Panther: Wakanda Forever (7. Juli 2022)

Mit dem Marvel-Film "Black Panther" schuf Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler einen Welterfolg: Die Comicverfilmung wurde 2019 siebenmal für den Oscar nominiert und gewann drei der Auszeichnungen. Eine Kino-Fortsetzung namens "Wakanda Forever" ist ebenso für 2022 geplant wie eine TV-Serie über das afrikanische Wunderland Wakanda - wenngleich ohne den im August 2020 verstorbenen Hauptdarsteller Chadwick Boseman.

Ant-Man and the Wasp: Quantumania (16. Februar 2023)

Ant-Man (Paul Rudd) und The Wasp (Evangeline Lilly) sollen 2023 noch einmal ausrücken - nach "Quantumania", jenes verborgene Reich im subatomaren Raum, wo sie es mit dem kosmischen Comic-Schurken Kang the Conqueror (Jonathan Majors) zu tun bekommen. Gut möglich, dass dabei Cassie Lang (Emma Furhmann) in die Fußstapfen ihres Vaters Scott Lang tritt und zur Superheldin Stature wird.

Guardians of the Galaxy Vol. 3 (4. Mai 2023)

Nach einigem Hickhack um Regisseur und Drehbuchautor James Gunn werden voraussichtlich im November die Dreharbeiten zu "Guardians of the Galaxy Vol. 3" beginnen. In die Kinos kommen soll der Film im Mai 2023. Der Film spielt nach den Ereignissen von "Thor: Love and Thunder" und einem für Dezember 2022 geplanten "Guardians of the Galaxy Holiday Special".

Blade (2023)

Halb Vampir, halb Mensch: Seit Ende der 90er-Jahre schlüpfte Wesley Snipes mehrfach in den Ledermantel des Marvel-Vampirjägers Blade. 2023 soll der Daywalker ins Kino-Universum der Comic-Schmiede zurückkehren - gespielt von Oscar-Preisträger Mahershala Ali ("Moonlight").

Deadpool 3 (2023?)

Laut, brutal, vulgär: "Deadpool 3" wird wohl der einzige Marvel-Film werden, der ein R-Rating bekommt. Ob Ryan Reynolds als nahezu unkaputtbares Großmaul alleine loszieht oder Unterstützung von den in Teil zwei eingeführten Figuren Cable (Josh Brolin) und Domino (Zazie Beetz) bekommt, ist noch unklar - ebenso wie der Starttermin, der nicht vor 2023 liegen dürfte. Die Dreharbeiten könnten Ende 2022 beginnen.

Fantastic Four (2023?)

Vier gewinnt - vielleicht beim dritten Anlauf - endlich die Herzen der Kinozuschauer. Die bisherigen Kinofilme rund um die "Fantastic Four" hatten nur überschaubaren Erfolg. Immerhin: Regie beim für 2023 geplanten Neustart führt Jon Watts, der auch für die aktuellen "Spider-Man"-Filme verantwortlich ist.

Avengers 5 (2024+)

So wie bisher werden die "Avengers" nie wieder aussehen. Teil 5 wird wohl eher einem kompletten Neuanfang gleichen. Kein Wunder, nachdem in "Endgame" ein paar Mitglieder ihr Leben lassen mussten oder schlichtweg in Rente gegangen sind.

Von teleschau