Schon wieder ein Erfinder-Biopic: Das sind die Heimkino-Highlights der Woche
Das Interesse an Wissenschaft boomt: Seit einigen Jahren schon bringt die Filmbranche immer mehr Streifen über einflussreiche Forscher verschiedenster Disziplinen auf den Markt. Man denke etwa an den oscarprämierten Film "The Imitation Game" über den britischen Mathematiker Alan Turing oder an die gleich zwei Biopics über die Physikerin und Chemikerin Marie Curie ("Marie Curie", 2016, "Marie Curie - Elemente des Lebens", 2019). Auch dem kroatischen Erfinder Nikola Tesla wurde diese Ehre gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit zuteil: Vor wenigen Wochen erst erschien "Edison - Ein Leben voller Licht" fürs Heimkino. Der Film handelt von dem Wettstreit zwischen Thomas Edison und dessen Konkurrenten George Westinghouse und Nikola Tesla. Mit "Tesla" wurde Letzterem noch ein weiterer Film gewidmet. Der Streifen ist nun ebenso wie die Horror-Serie "Hausen" und der Spielfilm "Schwarze Milch" auf DVD und Blu-ray erhältlich.

"Tesla" (im Handel erhältlich)

"Tesla" beginnt im Jahr 1884. Nikola Tesla (Ethan Hawke) arbeitet in den USA für den bereits schwerhörigen Thomas Edison (Kyle MacLachlan). Edison ist ein Egomane, der seine Mitarbeiter mit 15 Dollar Gehalt pro Woche abspeist und Tesla immer wieder um die Ohren haut, dass sein geliebter Wechselstrom keine Zukunft habe. Tesla sieht das vollkommen anders. Wechselspannung, sagt er, werde die Menschheit befreien. Beweisen will er das mit einem revolutionären Motor, für den er Investoren sucht. Und mit einem Turm, der Strom durch die Erde hindurch Tausende Kilometer weit transportieren kann. Doch mit seiner Weitsicht steht er weitgehend alleine da. Ethan Hawke spielt Nikola Tesla als besessenen, manischen Erfinder. Ähnlich wie dem Regisseur Michael Almereyda geht es ihm nicht um historische Genauigkeit, sondern wohl vor allem um Mythenbildung.

Preis DVD: circa 13 Euro

USA, 2020, Regie: Michael Almereyda, Laufzeit: 98 Minuten

"Hausen" (VÖ: 14. Januar)

Erst kürzlich ist der 16-jährige Juri (Tristan Göbel, "Tschick") zusammen mit seinem Vater Jaschek (Charly Hübner) in eine marode Plattenbausiedlung gezogen. Schon bald merkt der Teenager, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht: Hinter den kaputten Wänden haust ein bösartiges Wesen, das nach und nach von den Bewohnern Besitz ergreift und sich von ihren Leiden ernährt. Bald ist auch Jaschek, der in dem Wohnblock als Hausmeister arbeitet, den bösen Mächten verfallen. Können Juri und seine feindseligen Nachbarn das Böse ein für alle Mal aufhalten? Als erste deutsche Serie vereint "Hausen" in insgesamt acht Episoden Horror- und Drama-Elemente zu einem schaurigen Kammerspiel.

Preis DVD: circa 24 Euro

D, 2020, Regie: Thomas Stuber, Laufzeit: 480 Minuten

"Schwarze Milch" (im Handel erhältlich)

In dem semibiografischen Spielfilm "Schwarze Milch" erzählt Uisenma Borchu (Drehbuch, Regie) die Geschichte zweier Schwestern, die zwar am selben Ort geboren, jedoch in völlig unterschiedlichen Welten erwachsen wurden. Wessi (Uisenma Borchu) und Ossi (Gunsmaa Tsogzol) heißen die beiden Frauen. Die ersten Jahre ihrer Kindheit verbringen sie gemeinsam in der mongolischen Wüste Gobi. Doch irgendwann werden sie voneinander getrennt: Wessi reist nach Deutschland, während Ossi zu Hause bleibt. Erst Jahre später treffen sie sich in der Wüste wieder. Doch werden sie ihre vielen Unterschiede überbrücken können? "Schwarze Milch" erzählt vom Leben der mongolischen Nomaden und der Suche nach der eigenen Identität. Regisseurin Borchu arbeitete dabei vor allem mit Laiendarstellern aus den gezeigten Regionen.

Preis DVD: circa 14 Euro

D, 2020, Regie: Uisenma Borchu, Laufzeit: 88 Minuten

Von teleschau
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