Von Menschen, die ihre Heimat verließen

Einfach mal zuhören und sehen, wie das so ist, als Flüchtling oder Emigrant hier bei uns zu leben. Ganz ohne aufgeblähten politischen Hintergrund, ohne Vorwurf und Scham. Das alles haben die Filmemacherinnen Mieko Azuma und Susanne Mi-Son Quester mit ihrem Kinder-Dokumentarfilm "Warum ich hier bin" versucht, der mit Erfolg bereits auf verschiedenen Festivals lief.

Und so erzählen Leila aus Bosnien, Lena aus Japan, die nach Fukushima mit den Eltern nach Deutschland kam, Ahmad aus Syrien, aber auch die "Alten", Frau Schiller aus Ostpreußen (82) und der Fußballprofi Cacau aus Brasilien, wie das war, als sie nach Deutschland kamen. Eine neue Heimat haben sie alle gefunden - und doch auch wieder (noch) nicht. Cacau, der Fußballprofi, ist natürlich der Star der Truppe. Sehr anschaulich erzählt er, wie ihm bei seiner Ankunft die Geräusche auf der Straße und die Gerüche fehlten und der lebendige Umgang miteinander. Ahmad aus Syrien, jetzt zehn, will mal Ronaldo werden. Aber das wird noch ein weiter Weg, wie ja auch sich in der neuen Heimat zurechtzufinden. Nur Frau Schiller weiß ganz genau: Ostpreußen wird nie wieder ihre Heimat sein. Aber auch das wird durch aufwendige, sehr lustige Animationen kindgerecht dargestellt.

"Warum ich hier bin" läuft ab Ende Januar in ausgewählten Kinos. Alle Termine unter: warumichhierbin.de

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