Auferstanden dank Technik: James Dean übernimmt Rolle in neuem Film

Es klingt verrückt, ist mittlerweile aber technisch problemlos möglich: Hollywoodlegende James Dean, 1955 im Alter von 24 Jahren gestorben, soll die Hauptrolle in einem neuen Film übernehmen. Dank CGI-Technologie könnte der bei einem Autounfall ums Leben gekommene US-Schauspieler demnächst wieder putzmunter auf der Leinwand zu sehen sein. Im Vietnam-Film "Finding Jack" soll Deans aus alten Videos und Fotos zusammengesetztes Computerabbild eine Figur mit dem Namen Rogan spielen.

Man habe lange nach einem Darsteller gesucht, und sich schließlich für Dean entschieden, ließen die Regisseure Anton Ernst und Tati Golykh mitteilen. Ein anderer Schauspieler soll dem animierten Dean dabei die Stimme verleihen. Die Erlaubnis von Deans Familie habe man für das spektakuläre Vorhaben ebenso eingeholt wie grünes Licht von der Firma, die den Nachlass des auch heute noch präsenten Superstars verwaltet. Laut "Hollywood Reporter" sollen die ersten Arbeiten an dem Film bereits im November beginnen.

James Dean, der Prototyp des "Rebellen", übernahm in seinem kurzen Leben lediglich drei Hauptrollen, unter anderem in "... denn sie wissen nicht, was sie tun" (1955) und "Giganten" (1956). Dass nun eine vierte hinzukommen soll, sorgt auch für harsche Kritik: Schauspieler Chris Evans etwa nannte die Idee auf Twitter "schrecklich" und "respektlos". "Vielleicht können wir uns von einem Computer einen neuen Picasso malen lassen. Oder wir lassen uns ein paar neue John-Lennon-Songs schreiben", schrieb er bei Twitter. "Der absolute Mangel an Einfühlungsvermögen ist beschämend."

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